Der im Dezember 2025 verstorbene jüdische Schauspieler und Regisseur Rob Reiner ist posthum mit einem Emmy ausgezeichnet worden. Bei den 78. Emmy Awards erhielt er den Preis als bester Gastdarsteller in einer Comedyserie für seine Rolle in der vierten Staffel von «The Bear». Reiner spielte darin den Restaurantberater Albert Schnurr, der den Koch Ebraheim, dargestellt von Edwin Lee Gibson, als Mentor begleitet. Als Reiners Name bei der Preisverleihung verkündet wurde, erhob sich das Publikum zu einer stehenden Ovation. Schauspielerin Wendi McLendon-Covey nahm die Auszeichnung stellvertretend entgegen. Für Reiner war es der dritte Emmy seiner Karriere. Seine beiden früheren Auszeichnungen hatte er 1974 und 1978 für die Rolle des Michael «Meathead» Stivic in der Sitcom «All in the Family» erhalten. Bei seiner ersten Auszeichnung konnte Reiner krankheitsbedingt nicht an der Zeremonie teilnehmen. Sein Vater, der jüdische Komiker, Schauspieler und Regisseur Carl Reiner, nahm den Preis damals für ihn entgegen und erklärte auf der Bühne, wie stolz die Familie auf ihn sei. Vier Jahre später begleitete er seinen Sohn erneut auf die Bühne und gab ihm nach dessen Dankesrede einen Kuss. Rob Reiner gehörte über Jahrzehnte zu den bekannten Persönlichkeiten Hollywoods. Als Regisseur verantwortete er unter anderem «Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers», «Die Braut des Prinzen», «Harry und Sally», «Misery» und «Eine Frage der Ehre». Reiner und seine Frau Michele Singer Reiner wurden im Dezember 2025 tot in ihrem Haus in Los Angeles aufgefunden. Ihr Sohn Nick Reiner ist wegen zweifachen Mordes angeklagt und plädiert auf nicht schuldig.
Rob Reiner
25. Sep 2026
Ehrung
Emily Langloh