basel 09. Okt 2026

Das Unsichtbare denken

Arnold Schönbergs Oper «Moses und Aron» ist derzeit am Theater Basel zu sehen. Im Zentrum des zwölftönigen Schlüsselwerks steht die biblische Frage, wie sich die Idee eines unsichtbaren und unvorstellbaren Gottes vermitteln lässt. Während Aron auf Bilder und Zeichen setzt und das Volk um das goldene Kalb tanzt, beharrt Moses auf einem Gott, der sich jeder bildlichen Darstellung entzieht. Schönberg schrieb Musik und Text der dreiaktigen Oper, die 1957 am Opernhaus Zürich uraufgeführt wurde. Die neue Inszenierung ist eine Koproduktion des Theaters Basel und des Theaters Freiburg. Regie führen Benedikt von Peter und Felix Rothenhäusler, die musikalische Leitung übernimmt André de Ridder. Als Moses ist Walter Hess zu erleben, Rolf Romei verkörpert Aron. Das Publikum wird dabei selbst Teil der Inszenierung: Zu Beginn des zweiten Aktes kann es gemeinsam mit dem rund 80-köpfigen Chor die Bühne betreten. Am Ende gibt es keinen klassischen Applaus; stattdessen bleibt die Bühne für das Publikum geöffnet. Begleitet wird die Oper vom Rahmenprogramm «Auf in die Wüste!» mit den Universitäten Basel und Freiburg, dem Jüdischen Museum der Schweiz, dem Mizmorim-Kammermusik-Festival und weiteren Partnern. Zu den Vorstellungen gibt es Einführungen mit Gästen aus Religion, Wissenschaft und Kultur.
Samstag, 17. Oktober, Mittwoch, 28. Oktober, Freitag, 30. Oktober, Donnerstag, 5. November, und Samstag, 5. Dezember, jeweils 19.30 Uhr; Sonntag, 11. Oktober, Sonntag, 15. November, und Sonntag, 29. November, jeweils 18.30 Uhr, Theater Basel, Theaterstrasse 7, Basel.
www.theater-basel.ch

Emily Langloh