Das Buch einer Mutter, die weltweit zum Symbol des Kampfes um die israelischen Geiseln wurde, entwickelt sich überraschend zum internationalen Bestseller: Rachel Goldberg-Polins Memoiren «When We See You Again» stehen neu auf Platz eins der Hardcover-Sachbuchliste der «New York Times». Branchenangaben zufolge wurden allein in der ersten Woche mindestens 50 000 Exemplare verkauft, ein aussergewöhnlicher Erfolg für ein Buch einer israelischen Autorin. Gerade diese Resonanz macht das Buch derzeit zum Thema weit über Israel hinaus. Goldberg-Polin erzählt darin nicht nur die Geschichte ihres Sohnes Hersh Goldberg-Polin, der am 7. Oktober 2023 vom Nova-Festival verschleppt und nach 330 Tagen in Hamas-Gefangenschaft ermordet wurde. Im Zentrum steht vielmehr die Zeit danach: das Leben «vorher» und «nachher», wie sie es beschreibt, vor und nach dem Verlust ihres Sohnes. Rachel Goldberg-Polin war während der Geiselkrise zu einer der bekanntesten Stimmen der Angehörigen geworden. Gemeinsam mit ihrem Mann Jon sprach sie bei den Vereinten Nationen, traf US-Präsident Joe Biden und Papst Franziskus und wurde vom «Time Magazine» zu den einflussreichsten Persönlichkeiten des Jahres gezählt. Symbolisch trug sie während Monaten ein Stück Klebeband mit der Zahl der Tage seit Hershs Entführung auf ihrer Kleidung. Das Buch entstand laut Goldberg-Polin als Versuch, nach der Beerdigung ihres Sohnes «weiterzuatmen».
Rachel Goldberg-Polin
15. Mai 2026
Bestseller
Emily Langloh