Fall 4000 07. Dez 2018

Fragwürdige Einflussnahme

Der sogenannte Fall 4000 ist derart verästelt und vielschichtig, dass sogar Israeli (wenn sie von dem lästigen Tauziehen nicht schon genug haben) Mühe bekunden, die Details so zu ordnen, dass dabei ein übersichtliches und logisches Ganzes herausschaut. Kaum verwunderlich, dass ausländische Beobachter der Szene oft schon längstens die Waffen gestreckt und geduldig, aber mit zunehmender Gleichgültigkeit auf die Endergebnisse warten. Beschränken wir uns hier auf die Wiedergabe der Lagebeurteilungen der «Jerusalem Post» von Anfang Woche: «Premierminister Netanyahu entliess Avi Berger, den Generaldirektor des Kommunikationsministeriums, und stellte den ihm gegenüber loyalen ehemaligen Kampagnen-Manager Shlomo Filber ein, um eine Regierungspolitik zu sichern, welche Bezeq-Besitzer Shaul Elovitch bevorzugt. Als Belohnung für die positive Behandlung von Bezeq dirigierten Netanyahu und seine Frau Sara Walla, die Online-Nachrichtenwebsite von Bezeq, dahingehend, positiv über ihn zu be­richten. Das wurde arrangiert durch Elovitch, seine Frau und durch einige seiner­ Spitzenangestellten bei Walla.»

Jacques Ungar