Der sephardische Oberrabbiner Argentiniens hat ein rund 100 Jahre altes rabbinisches Verbot bestätigt, wonach Judentumskonversionen in Argentinien nicht durchgeführt werden dürfen und nur in Israel als gültig gelten sollen. Das am 13. Januar veröffentlichte Schreiben bestätigt eine Regelung von 1927 und beschreibt das Verbot als «allgemein und bindend». Vertreter nicht orthodoxer Strömungen kritisieren den Schritt als veraltet und ungerecht, da lokale Konversionen heute professionell stattfinden und jüdische Gemeinden Argentiniens mehrheitlich nicht orthodox sind. Sie warnen, die Entscheidung könnte potenzielle Konvertierende verunsichern. Befürworter argumentieren, dass so die Ernsthaftigkeit des Konversionsprozesses und die halachische Autorität gewahrt bleiben. Bild: Innenraum der Synagoge Bet El in Buenos Aires.
Buenos Aires
23. Jan 2026
Kritik an Rabbinatsentscheid
Redaktion