genf 27. Mär 2026

Grenzenlos verbunden

Rund 100 bis 130 junge Jüdinnen und Juden haben am Wochenende am Shabbaton der Swiss Union of Jewish Students (SUJS) in Genf teilgenommen. Etwa ein Drittel der Teilnehmenden stammte aus Genf, weitere reisten aus der Schweiz sowie aus mehreren europäischen Ländern an. Insgesamt waren über 15 Nationalitäten vertreten, ein Teilnehmer reiste sogar eigens mit dem Motorrad aus den Niederlanden an, um am Schabbat teilzunehmen. Organisiert wurde das Treffen in enger Zusammenarbeit mit der Genfer Jugendorganisation Byahad, unterstützt von der lokalen Gemeinde. Der Auftakt erfolgte am Freitagabend mit einem Schabbat-Dinner in der Synagoge Beth Yaacov, begleitet von einem Beitrag von Rabbiner Éric Ackerman. Am Samstag standen neben religiösen Programmpunkten auch inhaltliche Diskussionen im Zentrum. In Panels und Vorträgen wurde unter anderem die Bedeutung jüdischer Präsenz in internationalen Organisationen thematisiert. Referenten aus europäischen und internationalen Studierendenverbänden sowie der UN-Beobachter Hillel Neuer stiessen auf grosses Interesse. Ergänzt wurde das Programm durch eine Stadtführung sowie einen gemeinsamen Abend, der Raum für Begegnungen, Gespräche und Austausch bot. Auch Vertreter internationaler jüdischer Studierendenorganisationen nahmen teil. Der Sonntag verlief wetterbedingt anders als geplant, das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Beim gemeinsamen Ausklang in der Stadt zeigte sich nochmals, was das Wochenende geprägt hatte: ein starkes Gefühl von Gemeinschaft über Ländergrenzen hinweg und der Wille, dieses Netzwerk auch über das Treffen hinaus weiterzutragen.
www.sujs.ch

Emily Langloh