Gericht stoppt Ben-Gvirs Krokodil-Pläne für Gefängnisse.
Ein Bezirksgericht in Jerusalem hat die umstrittenen Pläne von Israels Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, vorläufig gestoppt, Krokodilgräben rund um Gefängnisse mit palästinensischen Sicherheitsgefangenen einzurichten. Das Gericht erließ eine einstweilige Verfügung, nachdem eine israelische Tierschutzorganisation Klage eingereicht hatte.
Das Vorhaben war Teil eines Abschreckungskonzepts Ben-Gvirs. Umweltministerin Idit Silman hatte zuvor den rechtlichen Status von Nilkrokodilen geändert, um ihren Einsatz grundsätzlich zu ermöglichen. Geplant war zunächst ein Pilotprojekt im Hochsicherheitsgefängnis Ketziot in der Negev-Wüste. Für die Umsetzung waren rund 21 Millionen Schekel (etwa 6 Millionen Euro) vorgesehen.
Das Gericht begründete den Stopp mit Bedenken zum Tierschutz und ordnete eine Prüfung der Rechtmäßigkeit des Projekts an. Ben-Gvir kritisierte die Entscheidung scharf und erklärte, das Gericht verhindere notwendige Abschreckungsmaßnahmen gegen Terroristen. Ob das Projekt jemals umgesetzt werden kann, ist damit vorerst offen.