USA – Medien 06. Okt 2026

David Ellison holt Manager aus Israel in fusionierten Konzern

Topmanager Ynon Kreiz Anfang Juni dieses Jahres.

Neue Rolle für Ynon Kreiz, ehemals CEO von Mattel; Bari Weiss soll nicht für CNN zuständig werden.  

Zum Wochenende hat David Ellison mit Ynon Kreiz einen erfahrenen Topmanager mit israelischem und amerikanischen Pass in die Führung des durch die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance entstandenen Medien- und Entertainment-Konzerns geholt. Kreiz war CEO von Mattel und soll Co-CEO neben Ellison werden. Das fusionierte Unternehmen soll fortan schlicht «Skydance» heissen, also den Name von Ellisons ursprünglicher Produktionsfirma in Hollywood beibehalten.

Ellison und dessen für eine persönliche Freundschaft mit Binyamin Netanyahu und als langjähriger Unterstützer Israels bekannter Vater Larry Ellison stehen seit dem 7. Oktober verstärkt in der Kritik. Zuletzt erntete der Schauspieler Mark Ruffalo Antisemitismus-Vorwürfe, aber auch Zustimmung, nachdem er die Übernahme von Warner durch Skydance als Förderung des «Apartheid-Systems der Unterdrückung» bezeichnete, das Israel angeblich mit Hilfe von Oracle in den besetzten Palästinenser-Gebieten etabliert habe. Larry Ellison ist bekanntlich Mitgründer des auch in Israel aktiven Technologie-Konzerns.

Unter Ellisons Führung hat Paramount laut der JTA schon länger eine pro-israelische Haltung gezeigt und 2025 als einziges, grosses US-Studio öffentlich gegen eine Petition zum Boykott israelischer Filminstitutionen interveniert. Gleichzeitig vertrieb das Studio mehrere Dokumentarfilme über das Leben von Israelis im Schatten des Hamas-Terrors vom 7. Oktober 2023.

Daneben wurde bekannt, dass Ellison entgegen vorheriger Spekulationen keine Absicht hat, die von ihm als Chefredakteurin von CBS News eingesetzte Bari Weiss auch mit der Leitung von CNN zu betrauen. Der Nachrichtenkanal ist Teil von Warner. 

Kreiz gilt als treibende Kraft hinter dem Riesenerfolg des «Barbie»-Films und ist ebenfalls für seine Unterstützung pro-israelischer Anliegen bekannt (Link).
 

Andreas Mink