Sorgen von Jüdinnen und Juden in der Schweiz bleiben gross.
Der Angriff der Hamas auf Israel und der darauffolgende Gaza-Krieg haben die Sicherheitslage für jüdische Personen und Institutionen in der Schweiz verschärft. Die Anti-Diffamierungsorganisation Cicad fordert mehr Prävention.
Drei Jahre nach den Angriffen vom 7. Oktober bleiben die Sorgen unter den Jüdinnen und Juden in der Schweiz gross. «Gewalt gegen Juden ist alltäglich geworden», sagte Johanne Gurfinkiel, Generalsekretär von Cicad (Coordination Intercommunautaire contre l’Antisémitisme et la Diffamation), der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Manche Jüdinnen und Juden verbergen ihre Identität aus Angst, stigmatisiert zu werden. Kinder seien in der Schule Ziel von Angriffen und jüdische Institutionen würden verstärkt überwacht. «Es gibt keinen Vorwand für Antisemitismus», betonte Johanne Gurfinkiel: Die Kritik an der israelischen Politik dürfe nicht zu einer Kollektivanklage werden.