Michael Douglas 15. Okt 2026

Lebensbeichte

Mit 82 Jahren blickt Michael Douglas auf ein bewegtes Leben zurück. In seinen kürzlich erschienenen Memoiren «One Helluva Ride» erzählt der zweifache Oscar-Preisträger von seiner Karriere, schwierigen Familienverhältnissen, Affären und seiner Krebserkrankung. Auch seine Beziehung zu seinem berühmten Vater Kirk Douglas nimmt viel Raum ein. Lange habe er darum gekämpft, aus dessen Schatten zu treten. Heute betrachtet er das gemeinsame filmische Erbe mit Stolz. Besonders offen schreibt Douglas über seine frühere Beziehung zur Schauspielerin Kathleen Turner, Drogenexzesse und die Suchtprobleme seines Sohnes Cameron, der mehrere Jahre im Gefängnis verbrachte. Auch seine eigene schwere Krebserkrankung, die er nach intensiver Behandlung überstand, thematisiert er. Douglas ist jüdisch und spricht auch über seine Verbundenheit mit dem Judentum. Sein Vater, als Sohn jüdischer Einwanderer geboren, habe nach einem schweren Hubschrauberunfall begonnen, gemeinsam mit einem Rabbiner die hebräische Bibel zu studieren. Für ihn selbst sei besonders der jüdische Gedanke von «tikkun olam», der Verbesserung der Welt, bedeutsam. Er betrachte es als seine persönliche Verantwortung, dazu beizutragen. Auch auf seiner aktuellen Büchertour sucht Douglas den Austausch mit jüdischem Publikum. Am 7. Oktober stellte er seine Memoiren in der historischen Synagoge Sixth & I in Washington vor und sprach dort mit der Autorin Kelly Corrigan über sein Leben. Das fast 500 Seiten umfassende Buch entstand gemeinsam mit Shane Salerno. Douglas erklärt, dass ihn neben dem Rückblick auf seine Filme auch der Wunsch angetrieben habe, die Geschichte seiner Familie für die nächsten Generationen festzuhalten.

Emily Langloh