Am dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023 haben Demonstranten am Trumpeldor-Strand in Tel Aviv mit einer eindrücklichen Installation an die Opfer erinnert. Auf dem Sand waren in langen Reihen mehr als 1200 Darstellungen von Körpern ausgelegt beziehungsweise aufgemalt. Sie standen symbolisch für die Menschen, die beim Angriff getötet oder als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden. Daneben war die Botschaft «7. Oktober – der Preis des Versagens» zu lesen. Die Installation erinnerte an Bewohner der Ortschaften entlang der Grenze zum Gazastreifen, Besucher des Nova-Musikfestivals und Angehörige der Sicherheitskräfte. Zugleich war sie Teil der landesweiten Proteste, mit denen am Mittwoch eine umfassende Untersuchung der Versäumnisse vor und während des 7. Oktober gefordert wurde. Auch vor der Knesset und vor den Häusern mehrerer Regierungsmitglieder fanden Demonstrationen statt. Am Dizengoff-Platz in Tel Aviv färbten Aktivisten das Wasser des Brunnens rot. Der sogenannte October Council, dem unter anderem Hinterbliebene, ehemalige Geiseln und Überlebende des Angriffs angehören, fordert die Einsetzung einer staatlichen Untersuchungskommission. Drei Jahre nach dem Massaker seien die Ereignisse noch immer nicht vollständig untersucht worden.
israel
09. Okt 2026
Der Preis des Versagens
Emily Langloh