Beim Teutates! René Goscinny, der Mann hinter «Asterix», wäre am 14. August 100 Jahre alt geworden. Der 1926 in Paris als Sohn jüdischer Emigranten geborene Autor schuf einige der berühmtesten Figuren der europäischen Comicgeschichte – obwohl seine Karriere zunächst ganz anders hätte aussehen sollen. Ende der 1940er Jahre wollte Goscinny Zeichner bei Walt Disney in New York werden. Er wurde abgelehnt. Sein eigentliches Talent lag ohnehin im Schreiben. In den 1950er Jahren arbeitete er mit verschiedenen Zeichnern zusammen. Mit Albert Uderzo entwickelte er mehrere Figuren, bevor 1959 der grosse Durchbruch gelang: Asterix. Die Idee zu dem kleinen Gallier und seinem kräftigen Freund Obelix entstand der Überlieferung nach während eines zweistündigen Lachanfalls von Goscinny und Uderzo. Der Erfolg folgte schnell. Bis heute wurden rund 400 Millionen «Asterix»-Bände weltweit verkauft und in etwa 130 Sprachen übersetzt. Doch Goscinny war weit mehr als Asterix. Ab 1955 schrieb er die Geschichten von «Lucky Luke» und machte aus dem wortkargen Cowboy einen moralischen Westernhelden, der schneller schiesst als sein Schatten, aber niemals tötet. Später prägte er auch «Der kleine Nick» und schuf gemeinsam mit Jean Tabary den ebenso machtgierigen wie erfolglosen Grosswesir Isnogud. Goscinnys grösster Wunsch war nach eigener Aussage, Menschen zum Lachen zu bringen. Wortspiele, Running Gags, historische Anspielungen und Situationskomik wurden zu seinem Markenzeichen. Als er 1977 mit nur 51 Jahren während eines ärztlichen Belastungstests an Herzversagen starb, verlor die Comicwelt einen ihrer erfolgreichsten Autoren. Seine Figuren aber leben weiter und mit ihnen sein Humor.
René Goscinny
21. Aug 2026
Jubiläum
Emily Langloh