Der kolumbianische Milliardär und Philanthrop Jaime Gilinski hat nach dem verheerenden Erdbeben in seinem Heimatland eine Grossspende angekündigt. Gemeinsam mit seiner Frau Raquel will der Unternehmer 150 Milliarden kolumbianische Pesos, umgerechnet rund 48 Millionen US-Dollar, für den Wiederaufbau von Spitälern und Schulen in seiner Heimatstadt Cali bereitstellen. Das Erdbeben der Stärke 7,4 vom 10. August hat in Kolumbien Hunderte Menschenleben gefordert und schwere Schäden an der Infrastruktur verursacht. Allein Hunderte Gesundheitseinrichtungen und Tausende Schulen wurden beschädigt. Gilinski, 1957 in Cali geboren, entstammt einer jüdischen Familie mit litauischen Wurzeln. Nach einem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens am Georgia Institute of Technology absolvierte er 1980 einen MBA an der Harvard Business School. Anschliessend arbeitete er bei Morgan Stanley in New York im Bereich Fusionen und Übernahmen. Später baute er durch zahlreiche Übernahmen eines der grössten Bankenimperien Lateinamerikas auf. Heute zählt er zu den reichsten Menschen Kolumbiens und kontrolliert unter anderem den Lebensmittelkonzern Grupo Nutresa. Auch philanthropisch engagiert sich Gilinski seit Jahrzehnten. Er unterstützt unter anderem jüdisches Leben an der Harvard University sowie Bildungs- und Gesundheitsprojekte. Seine Familie ist zudem eng mit Israel verbunden. Sein Vater Isaac, Sohn litauisch-jüdischer Einwanderer, war von 2010 bis 2013 kolumbianischer Botschafter in Israel; bereits dessen Bruder Lazar hatte den Posten in den 1980er Jahren inne. Vor wenigen Tagen wurde auch Gilinskis Schwester Tania zur kolumbianischen Botschafterin in Israel ernannt.
Jaime Gilinski
21. Aug 2026
Grosszügig
Emily Langloh