Zum dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023 haben zahlreiche europäische Politiker der Opfer gedacht. Dabei reichten die Botschaften von uneingeschränkter Solidarität mit Israel bis zu Aufrufen, neben den israelischen Opfern auch das Leid der Palästinenser in den vergangenen drei Jahren in den Blick zu nehmen. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete den Angriff als «tiefen Einschnitt» und rief zu einem entschiedeneren Kampf gegen Antisemitismus auf. Jüdinnen und Juden müssten in Deutschland ohne Angst leben können. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erinnerte insbesondere an die 51 französischen Staatsbürger, die bei dem Angriff getötet wurden. Aussenminister Jean-Noël Barrot reiste zum Jahrestag nach Israel und bezeichnete den 7. ktober als «schlimmstes antisemitisches Massaker seit der Schoah». «Wir werden sie niemals vergessen», schrieb er. EU-Ratspräsident António Costa erklärte, nichts könne den Terror des 7. Oktober rechtfertigen. Zugleich bekräftigte er die Unterstützung für eine Zweistaatenlösung. EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas sprach von einem «barbarischen Terrorakt» und forderte ein entschiedenes Vorgehen gegen Antisemitismus sowie die Entwaffnung der Hamas. Andere Politiker verbanden das Gedenken stärker mit dem Krieg in Gaza. Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten erinnerte an die rund 1200 Getöteten und mehr als 250 Verschleppten, verwies zugleich aber auf die zahlreichen palästinensischen Opfer der vergangenen drei Jahre.
europa
09. Okt 2026
Europa gedenkt
Emily Langloh