Die jüdische US-Schauspielerin Selma Blair hat über die Folgen eines umstrittenen Instagram-Kommentars aus dem Jahr 2024 gesprochen. Bei einer Veranstaltung der Anti-Defamation League im Jüdischen Museum in New York sagte die 54-Jährige, die Kontroverse habe sie isoliert. Markenkooperationen seien beendet worden. Auch ihre Agentur, ihr Anwalt, ihre Publizisten und ihr langjähriger Manager hätten sich von ihr getrennt. «Niemand beantwortete meine Anrufe», sagte Blair. Auslöser war ein Kommentar während des Gaza-Krieges. Blair hatte einen Beitrag unterstützt, der die US-Abgeordneten Rashida Tlaib und Cori Bush wegen ihrer Haltung zu einem Gesetz kritisierte, das am Hamas-Angriff vom 7. Oktober Beteiligten die Einreise in die USA verwehren sollte. Dabei schrieb Blair, der Islam habe muslimische Länder «zerstört», und forderte die Abschiebung von «Terrorunterstützern». Nach heftiger Kritik löschte sie den Kommentar und entschuldigte sich. Sie habe Muslime fälschlicherweise mit radikalen Islamisten und Fundamentalisten gleichgesetzt und Menschen verletzt. In New York betonte Blair, sie stehe weiterhin zu dieser Entschuldigung. Zugleich hätten die Reaktionen tiefe Spuren hinterlassen, auch bei ihrem Sohn. Mittlerweile arbeite sie wieder und habe ein neues Team. Zudem kündigte sie einen Dokumentarfilm über Antisemitismus mit dem Titel «Hineni» an. «Ich bin Jüdin. Ich bin noch hier. Hineni», sagte Blair.
Selma Blair
09. Okt 2026
Ausgegrenzt
Emily Langloh