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AMERICAN JEWISH COMMITTEE

Kein grosses Kompliment für den Präsidenten

13. September 2017
Umfrage: 77 Prozent der US-Juden sehen Trump unvorteilhaft.

77 Prozent der US-Juden, die in der jährlichen Umfrage des American Jewish Committee (AJC) befragt worden sind, haben eine «unvorteilhafte» Sicht von Präsident Trump, während 21 Prozent den republikanischen Spitzenpolitiker in einem günstigen Licht sehen. Nur gerade ein Prozent sagte, sie seien sich «nicht sicher». Diese Zahlen kommen nahe heran an das Wahlverhalten der jüdischen Gemeinde in den USA während der Wahlen von 2016. Gemäss den AJC-Daten hatten 64 Prozent der US-Juden für Hillary Clinton gestimmt und nur 18 Prozent für Donald Trump. Deutlich unterschiedlich fielen die Resultate der Umfrage aus, wenn man die Zugehörigkeit der befragten Juden zum Massstab nimmt. 71 Prozent der Orthodoxen, 25 Prozent der Konservativen, 11 Prozent der Reform-Juden, acht Prozent der Rekonstrktionisten und 17 Prozent von Jenen, die sich als «einfach jüdisch» identifizierten, sehen Trumps Präsidentschaft als «vorteilhaft». Andererseits beurteilen ihn 27 Prozent der Orthodoxen, 73 Prozent der Konservativen, 88 Prozent der Reform-Juden, 92 Prozent der Rekonstruktionisten und 81 Prozent der Interviewten, die sich als «einfach jüdisch» bezeichneten, Trumps Performance als unvorteilhaft. Die Umfrage wendete sich an tausend jüdische Amerikaner über 18 Jahren, die zwischen dem 10. und dem 28. August an Telefon-Interviews teilnahmen. David Harris, CEO des AJC, bezeichnet es als verblüffend, dass die Haltung der Juden Trump gegenüber seit dem Wahltag im Wesentlichen statisch geblieben ist. Am ausgeprägtesten im innerjüdischen Vergleich ist dabei laut Harris die Diskrepanz zwischen den Orthodoxen und anderen Denominationen. Gemäss der Umfrage identifizieren sich 2017 rund 57 Prozent der US-Juden als demokratisch und 15 Prozent als republikanisch. 20 Prozent identifizieren sich als unabhängig. [TA]





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