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JUSTIZMINISTERIN AYELET SHAKED

«Für die Gründung eines kurdischen Staates»

12. September 2017
Von einem solchen Staat könnten Israel und der Westen profitieren.
Israels Justizministerin Ayelet Shaked.

An einer internationalen anti-Terrorkonferenz in Israel bekräftigte Justizministerin Ayelet Shaked am Montag, dass Israel eine kurdische Unabhängigkeit «zumindest im irakischen Teil» befürwortet. Die kurdische Regionalregierung will am 25. September ein Referendum übe diese Unabhängigkeit durchführen. «Israel und die Länder des Westens haben ein grosses Interesse an der Gründung eines Staates Kurdistan», sagte Shaked und fügte hinzu: «Ich denke die Zeit ist reif für die USA, diesen Prozess zu unterstützen.» Zusammen mit Russland, der Türkei, Iran, Irak und Syrien ist die US-Administration bis jetzt gegen die Abhaltung des Referendums, da dieser Schritt die Region destabilisieren könnte. Vor zwei Wochen bedrängte US-Verteidigungsminister James Mattis den kurdischen Präsidenten Masoud Barazani anlässlich einer Visite in der kurdischen Hauptstadt Erbil, das Referendum zu verschieben. Israels Regierungschef Netanyahu dagegen befürwortet die Gründung eines kurdischen Staates. Vor republikanischen Mitgliedern des US-Kongresses bekräftigte e seine «positive Haltung» hinsichtlich eines kurdischen Staates in Teilen von Irak. Bereits vor drei Jahren sprach Netanyahu sich für ein unabhängiges Kurdistan im Norden Iraks aus. «Wir müssen die kurdischen Bestrebungen nach Unabhängigkeit unterstützen», meinte Netanyahu damals vor dem Institut für Nationale Sicherheitsstudien der Tel Aviv Universität. – Heute leben Kurden in Syrien, der Türkei, Irak, Iran und Jordanien. Sie sind weltweit die grösste staatenlose ethnische Minderheit. TA





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