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GAZASTREIFEN

Erstmals Hamas-Todesurteile gegen Drogenschmuggler

20. März 2017
Die Schmuggler benutzen Tunnels zwischen Ägypten und dem Streifen.

Ein Militärgericht der den Gazastreifen kontrollierenden Hamas-Bewegung hat am Sonntag zwei Drogenhändler zum Tode verurteilt. Nach Angaben von Offiziellen ist es das erste Mal, dass ein palästinensisches Gericht in einer Rauschgiftangelegenheit die Kapitalstrafe verhängt hat. Nachdem Marijuana und rezeptpflichtige Schmerzmittel den Gazastreifen förmlich überschwemmt haben sollen, haben die verantwortlichen Stellen der Hamas offenbar alles in Bewegung gesetzt, um härtere Strafen gegen den Drogenschmuggel anzuwenden. Beide verurteilte Händler wurden laut der Anklageschrift beim Schmuggeln von Marijuana, Opium und Tramadol ertappt. Sie haben für ihre Aktivitäten unter der Grenze mit Ägypten gegrabene Schmuggeltunnels benutzt. In seiner Urteilsbegründung sagte das Gericht, solche Aktionen würden eine «Bedrohung für die palästinensische nationale Sicherheit» darstellen, verbunden mit ökonomischen und politischen Dimensionen. Noch unklar ist, ob die beiden Drogenschmuggler unverzüglich exekutiert werden oder erst in den kommenden Monaten. Einer der Händler wurde zum Tod durch ein Erschiessungskommando verurteilt, weil er Mitglied der palästinensischen Sicherheitskräfte ist. Der Zweit soll durch den Strang sterben. TA





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