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TOGO

Afrikanisch-israelischer Gipfel abgesagt

13. September 2017
Israels «Rückkehr nach Afrika» verzögert sich offensichtlich.

Eigentlich hätte vom 23.-27. Oktober in Lomé, der Hauptstadt von Togo, das afrikanisch-israelische Gipfeltreffen steigen sollen, zu dem dutzende von Staaten eingeladen worden sind. Nun hat aber Togos Präsident Faure Gnassingbé den israelischen Regierungschef Binyamin Netanyahu, der sich von dem Anlass eine für seine Aussenpolitik so wichtige Aufwärmung und Belebung der Beziehungen Israels zum Schwarzen Kontinent versprochen hatte, die Absage des Gipfels mitgeteilt. Neben der innenpolitischen Krise in Togo haben auch der wachsende Druck von Ländern wie Südafrika, den Palästinensern und arabischen Staaten – sie alle drohten Togo mit einem Boykott – zur Annullierung des Gipfels geführt. Diplomatisch äusserte sich Emmanuel Nahshon, der Sprecher des israelischen Aussenministeriums: «Es wurde im Anschluss von Beratungen zwischen dem Präsidenten von Togo und dem israelischen Premier beschlossen, den Gipfel auf ein künftiges, allen genehmes Datum zu verschieben.» Der togolesische Präsident habe laut Nahshon betont, dass der Erfolg «dieses wichtigen Anlasses» bedeutende und komplizierte Vorbereitungen erfordere. Israel «Rückkehr nach Afrika», wie Netanyahu es zu sagen pflegte, ist fürs Erste zumindest aufgeschoben. [JU]





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