logo

Die Anforderungen an einen Chasan

Die hohen Feiertage sind das Herzstück des jüdischen Gebetes und damit die grösste Herausforderung für den jüdischen Vorbeter. Mehr...
SCHWEIZ

«Der Staat kann nicht nur 
für eine Gruppe sorgen»

Interview Gisela Blau
, 20. September 2017
Bundespräsidentin Doris Leuthard spricht mit tachles vor dem jüdischen 
Neujahr über die aktuellen Herausforderungen in der Schweiz und die Sicherheit der Juden und Jüdinnen in ihrem Land.
Frau Bundespräsidentin Leuthard, wie beurteilen Sie die Befindlichkeit der Schweiz und ihrer Bevölkerung?Es geht uns gut. Es geht uns sogar sehr gut! Die Schweiz hat keine Schulden, die Wirtschaft wächst, mit drei Prozent Arbeitslosigkeit haben wir eigentlich Vollbeschäftigung.... Mehr...
BASEL

Günstigeres Fleisch im Angebot

20. September 2017
Pünktlich zu den hohen Feiertagen bietet Benjamin Goldstein «günstiges Fleisch» mit dem Hechscher des Rabbiners der Israelitischen Religionsgesellschaft (IRG), Rav Benzion Snyders, an.

Aktionen für Rindfleisch und Poulet sollen die Kunden ansprechen, sogenannte Jom-Tov-Boxen werden auf dem Flyer offeriert, und mit dem Segen des IRG-Rabbiners wird ein Kampf in einem ohnehin kleiner werdenden Markt entfacht. Gab es einst zwei koschere Metzgereien auf dem Platz Basel, ist heute... Mehr...
STANDPUNKT

Freiheit vs. Sicherheit

Yves Kugelmann, 20. September 2017
Die jüdische Mythologie ist eine Befreiungslehre; aus der Versklavung in Ägypten immer auch im offenen Umgang mit dem Fremden oder dem Anderen im Vertrauen auf jene Instanz, die gemäss den Schriften die erst dadurch formulierten Juden in die Freiheit geführt hat.

Eine Freiheit, die vor dem rabbinischen Judentum durchaus auch eine gesellschaftliche, eine grenzenlose war bis hin zur Definition, wer jüdisch sei. Vor den Zeiten Esras und Nechemias war Vermischung nicht Assimilation, sondern Alltag. Das jüdische Konzept war ursprünglich ein anderes... Mehr...
AUSBLICK

5778 als Jahr der Hoffnung

Anna-Sabine Rieder
, 20. September 2017
Rosch Haschana gibt wie auch das weltliche neue Jahr Raum für Einordnung, Reflexion und Ausblicke für jeden einzelnen und das Leben in der Gemeinschaft – eine Umfrage unter Schweizer Jüdinnen und Juden.
Seit jeher markieren die hohen Feiertage den Beginn einer Zeit der Erneuerung und auch der Reflexion. Eine Gelegenheit, um neu zu beginnen, sowie eine Verpflichtung, mit Demut
zurückzublicken. Von dem Moment an, da das in der Liturgie und Tradition stehende Buch des Lebens geöffnet ist... Mehr...
ZÜRICH

Was in den Briefen 
zum Vorschein kam

Claudia Kühner 
, 20. September 2017
Die Zürcher Journalistin Sibylle Elam hat die Geschichte ihrer deutsch-österreichischen Familie recherchiert.
Nicht selten offenbart sich die ganze Familiengeschichte nicht in Erzählungen, sondern erst in Briefen, die die Nachkommen nach dem Tod ihrer Verfasser finden. So erging es auch der Zürcher Journalistin Sibylle Elam, viele Jahre Redaktorin bei «Die Wochenzeitung». Nach dem Tod... Mehr...

STANDPUNKT

Alle Schweizer Juden unter einem Dach

Herbert Winter, 20. September 2017
5777 war für uns Schweizer Juden in vielerlei Hinsicht ein bewegendes Jahr mit vielen Lichtblicken, aber auch mit einigen Schattenseiten.
Dank des Jubiläums «Schweizer Juden – 150 Jahre Gleichberechtigung» und der dafür konzipierten Wanderausstellung des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG) konnten wir uns Schweizer Juden als pluralistische Gemeinschaft einer breiten Öffentlichkeit... Mehr...

KARL J. ZIMMERMANN

Rücktritt 
aus dem ZIID

20. September 2017
Der Stiftungspräsident des Zürcher Instituts für interreligiösen Dialog (ZIID), Karl J. Zimmermann, wird per Ende September nach 15 Jahren von seinem Amt zurücktreten.
In einer Erklärung schreibt Zimmermann, der hauptberuflich in Zürich als Architekt arbeitet, nun sei der richtige Zeitpunkt für seinen Rücktritt gekommen: «Das ZIID geniesst heute am neuen Standort im Kulturpark einen guten Ruf. Sein Stiftungsrat, die Fachleitungen und die... Mehr...
ISRAEL

Kriege beginnen leicht, 
aber enden schwer

Jacques Ungar, 20. September 2017
Beim Treffen zwischen Binyamin Netanyahu und Donald Trump in New York zu Beginn der Woche stand die nukleare Bedrohung Irans im Zentrum.
Premierminister Binyamin Netanyahu sagte am letzten Freitagabend in New York an einem Schabbat-Dinner mit seiner Delegation: «Die militärische Präsenz (Irans, An. d. Red.) gefährdet uns wie auch unsere arabischen Nachbarn, und wir müssen nun handeln.» Und dann folgte... Mehr...
ZUR LAGE

Ein neues Wörterbuch

Uzi Baram, 20. September 2017
Die derzeitige israelische Regierung hat nicht nur genug von der Demokratie und dem Rechtswesen. Sie hatte und hat genug von der etablierten Sprache.
 
ZUR LAGE
Der Hebräisch-Diktionär liegt tief unten im Schrank begraben, und jetzt haben wir eine aktualisierte Version des gesprochenen Hebräisch – geschaffen von Premierminister Binyamin Netanyahu und Justizministerin Ayelet Shaked. Die aktualisierten... Mehr...

NAFTALI BENNETT

Gegenrevolution

20. September 2017
Bildungsminister Naftali Bennett und Justizministerin Ayelet Shaked wollen mit einer «Gegenrevolution» ein Gegengewicht gegen die jüngsten Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs kreieren.
Es kam, wie es angesichts der gesellschaftlich-politischen Polarisierung in Israel eigentlich zu erwarten war: Bildungsminister Naftali Bennett und Justizministerin Ayelet Shaked gaben die Lancierung einer «Gegenrevolution» bekannt, im Bestreben, ein Gegengewicht gegen die jüngsten... Mehr...
ISRAEL

Araber stehlen preisgekrönten Honig

20. September 2017
Nach einem Überfall auf eine israelische Honigfabrik erhalten die Produzenten eine grosszügige Spende von christlichen Zionisten.
Yael Farbstein aus der Westbanksiedlung Kedumim hatte den Traum, Israels Segen als ein «Land von Milch und Honig» zu neuem Leben zu erwecken. Ihr Traum erfuhr jedoch im vergangenen Monat eine Bruchlandung, als arabisch-palästinensische Vandalen in ihre Honigfabrik Dvash Kedumim... Mehr...
NAHOST

Iran als grösste Bedrohung

Arthur Cohn 
, 20. September 2017
Iran fordert Israel zu Beginn des neuen jüdischen Jahres 5778 mit Expansionsdrang heraus – und die Zweistaatenlösung scheint in weite Ferne gerückt.
An diesem Rosch Haschana ist der Staat Israel nicht umgeben von Nationen und Armeen, welche Israel in seiner Existenz bedrohen 
könnten.- Die gravierendste Bedrohung kommt nicht aus der unmittelbaren Nachbarschaft, sondern aus Iran. Eine Quelle aus israelischen Geheimdienstkreisen fasst es... Mehr...
ELI COHEN

«Keine Muslime»

20. September 2017
Nur gerade zehn Tage war Eli Cohen Berater des Fussballclubs Betar Jerusalem, bis eine Äusserung in einem Interview mit «Yediot Achronot» 
ihm das berufliche Genick brach.
Nachdem Cohen, ein erfahrener Fussballtrainer, in dem Gespräch erklärt hatte, «keinen muslimischen Spieler im Team» zu akzeptieren, stellte ihm der Clubvorsitzende Eli Ohana den Stuhl mit sofortiger Wirkung vor die Türe. Betar hat noch nie einen arabischen Fussballer in... Mehr...

FELICITY JONES

Neue Rolle

20. September 2017
Felicity Jones spielt Ruth Bader Ginsburg als Supreme-Court-Richterin in einem Film, der auf Ginsburgs Leben basiert, einer der einflussreichsten und sichtbarsten jüdischen Frauen in den USA.
Sie hatte eine makellose Karriere hingelegt zu einer Zeit, als junge Frauen aus Brooklyn eigentlich keine Juristinnen wurden: Cornell, Harvard, Columbia, danach Professuren und ein Richteramt an einem Bundesberufungsgericht. Präsident Bill Clinton ernannte sie 1993 zur Verfassungsrichterin. Ihr... Mehr...
STANDPUNKT

Flashback damals und heute

Jacques Ungar, 19. September 2017
Flashbacks kommen mir in der Regel nicht ohne Grund. Seit der israelische Oberste Gerichtshof vor kurzem das Gesetz aufgehoben hat, das ultrareligiöse Thorastudenten vom Militärdienst befreit, kocht in Israel die Stimmung über.

Wie beim Flashback in einem Thriller schwirrten vor meinem geistigen Auge dieser Tage Bilder aus eine längst verflossen geglaubten Zeit - aus den 17 Wochen meiner Sanitätsrekrutenschule in der ehrwürdigen Kaserne von Lausanne. Da tauchte der liebenswürdige Berner Fourier auf, der... Mehr...
STANDPUNKT

Rosch Haschana und die Zukunft

Richard C. Schneider, 20. September 2017
Artikel zu Beginn eines Jahres haben ja immer ein bisschen was von versuchter Prophezeiung. In der jüdischen Sicht heisst das dann: Ist es gut für die Juden oder nicht? In diesem Sinne will ich nun mal versuchen, einen Blick in die Zukunft zu machen. In Europa, den USA und Israel.

Die USA: Es gibt immer noch welche, die meinen, Trump sei «gut für die Juden». Wer spätestens nach Charlottesville nicht begriffen hat, was Sache ist, ist naiv oder verschliesst die Augen. Trump hat die Büchse der Pandora geöffnet und die antisemitischen Geister, die... Mehr...