Die Frage des Sinns

Die Sehnsucht, dem Leben einen Sinn zu geben, hat Generationen dazu angespornt, zu philosophieren oder die Offenbarung in Frage zu stellen. Heute fällt auf, dass die Frage nach dem Sinn nicht mehr aktuell oder nebensächlich geworden ist. » Mehr...

Innere und äussere Stärke

von Arthur Cohn, 8. September 2010
Zu Beginn des neuen jüdischen Jahres stehen in Israel weiterhin die Bemühungen um einen Frieden im eigenen Land, die Bedrohung durch Iran und die weltweit oftmals antiisraelische Stimmung im Vordergrund. Positive Nachrichten gibt es vor allem aus der Wirtschaft zu berichten.
Trotz aller politischen Probleme und Ängste hat das vergangene Jahr eine Anzahl positiver Nachrichten aus Israel gebracht: 3,1 Millionen Touristen haben Israel in den letzten zwölf Monaten besucht – 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit ist ein neuer Jahresrekord erreicht. Die... » Mehr...

Der Mann mit vielen Eigenschaften

Gisela Blau, 8. September 2010
Simon Wiesenthal erhält durch die soeben erschienene Biografie des israelischen Journalisten und Historikers Tom Segev ganz neue Facetten und behält trotzdem die vertrauten Konturen des unerschrockenen Nazijägers.
Tom Segev hat sich Simon Wiesenthal mit offensichtlicher Ambivalenz genähert – mit der gesunden Skepsis und dem Recherchiertalent des Journalisten und der Akribie des Historikers, der Daten und Fakten im geschichtlichen Kontext einzuordnen versteht. Diese Woche ist das dicke Buch mit dem... » Mehr...

Der Islam wird Europa nie gefährden

Interview Yves Kugelmann, 8. September 2010
1936 in Warschau geboren, erlebte Marek Halter Flucht und Exil als Kind. 1950 liess sich die Familie in Frankreich nieder, wo Halter noch heute als Schriftsteller lebt. Im Gespräch mit tachles erzählt er über sein Verhältnis zum Judentum, die Bedeutung der Sprache, sein Buch «Le Kabbaliste de Prague» und seine Sicht auf Israel.
tachles: Was bedeutet für Sie Mystizismus und Mythologie des Judentums?Marek Halter: Die jüdische Geschichte ist eine Mischung aus Tatsachen und Mythologie. Ich liebe die Juden dafür, dass sie im Gegensatz etwa zu den Christen und Muslimen keine Offenbarungsreligion haben. Ihre... » Mehr...

Gleichberechtigung anstatt Gleichheit für 5771

Editorial von Yves Kugelmann, 8. September 2010
Die Herausforderung. Wieder einmal trennen Ethnien, Religionen, Kulturen und Herkunft die Menschen voneinander. Der Staat. Diese Brüderlichkeit kennt keinen Vater. Diese Brüderlichkeit beruht auf der Verfassung. Die Aufklärungslosung Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ist das... » Mehr...

«Die Schweiz hat ein recht gutes Integrationsmodell»

Interview Yves Kugelmann, 8. September 2010
Der scheidende Bundesrat Moritz Leuenberger blickt im Gespräch mit tachles zurück auf das vergangene Jahr und spricht ferner über staatspolitische Dimensionen, das Bankgeheimnis, sogenannte nachrichtenlose Vermögen und Eckpfeiler seiner politischen Karriere.
TACHLES: Was bedeutet für Sie heute «staatspolitische Dimension» in der Schweiz? MORITZ LEUENBERGER: Unter anderem die Zusammengehörigkeit verschiedener Kulturen und Sprachen, die in einer direkten Demokratie gemeinsam eine nationale Einheit bilden. Je besser diese Einheit... » Mehr...